| Fachliteraturhinweise | Forschung Abdichtung |
Auf der Internetseite der LAGA unter http://www.laga-online.de Pfad: Publikationen > Informationen > 1. Deponiebaustoffe, Deponietechnische Vollzugsfragen sind veröffentlicht:
Ulrich Henken-Mellies
Für 30 Jahre und mehr - Untersuchung einer mineralischen Basisabdichtung
TerraTRech 1/2013
Untersuchungen an drei Probefeldern der mineralischen Basisabdichtung der Deponie "Im Dienstfeld" / Aurach (Bayern) konnte im Jahr 2011 im Rahmen der Erstellung von Baugruben für die Sanierung der Sickerwasserfassung an drei Stellen beprobt werden. "Zusammenfassend ist festzustellen, dass die geotechnischen Eigenschaften der mineralischen Basisabdichtung im Laufe der ca. 30 Betriebsjahre konstant geblieben sind und dass keine Verlagerung von Schadstoffen in die mineralische Basiabdichtung stattgefunden hat." Der Autor schließt aus den Ergebnissen, dass "die Funktionsfähigkeit von technisch hergestellten mineralischen Basisabdichtungen hinsichtlich Langzeitbeständigkeit nicht in Frage zu stellen ist, auch im Hinblich auf die nach DepV geforderten 100 Jahre Haltbarkeit."
Die vollständigen Untersuchungsergebnisse sind als Bericht zum Projekt P3603 des Bayerischen Landesamtes für Umwelt: "Untersuchung der mineralischen Basisabdichtung der Siedlungsabfalldeponie 'Im Dienstfeld' Aurach nach 30-jährigem Betrieb" veröffentlicht.
Gesucht: Informationen über mineralische Abdichtungen mit Verdichtung auf dem trocken Ast der Proctorkurve. Auf welcher Deponie und wieviel m² .
Siehe auch: Austrocknung
e-mail bitte an: info@deponie-stief.de (Stand 21.07.2004)
Mülldeponien effektiver abdichten: Kieler Forscher arbeiten an neuem System, Pressemitteilung von Sabine Recupero, Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation; Innovationsstiftung Schleswig-Holstein, 26.02.2008. Gefunden unter http://idw-online.de/pages/de/news?print=1&id=248497
Forscher der Uni Kiel [Prof. Horn] wollen jetzt zeigen, dass Rissbildung und Schrumpfung [in mineralischen Deponieoberflächenabdichtungen] kontrollierbar sind. Ziel des vom Land Schleswig-Holstein und der Innovationsstiftung Schleswig-Holstein mit 140.000 € geförderten Projektes ist die Entwicklung eines sicheren Abdichtungssystems, das bereits unmittelbar nach Ende der Mülldeponierung aufgebaut werden kann.
Man unterscheidet tonmineralische Abdichtungen und andere mineralische Abdichtungen, z.B. Kapillarsperren, Bentokiesabdichtungen.
Tonmineralische Abdichtungen für Deponien und zur Sicherung von Altlasten werden alleine oder in Kombintion mit anderen Abdichtungsmaterialien verwendet. Sie sind in der TA Abfall und TA Siedlungsabfall im Detail beschreiben (Anhang E).
Es wir immer wahrscheinlicher, daß tonmineralische Abdichtungsschichten für Deponieoberflächenabdichtungssysteme ungeeignet sind, weil sie wegen Feuchtigkeitsverlusten (Austrocknung) Trockenrisse bekommen und unwirksam werden. Mit einer Selbstheilung ist offenbar in der Regel nicht zu rechnen.
mehr unter Meine Meinung
Und noch eine Hiobsbotschaft zur mineralischen Abdichtungsschicht in Oberflächenabdichtungssystemen:
Wolfgang Huber berichtet in einem Vortrag
Sickerwasseranfall bei mineralischen Oberflächenabdichtungen unter dem Gesichtspunkt der Nachsorge
auf den Bayerischen Abfall- und Deponietagen 2001, Veranstalter KUMAS über die hohe Wasserdurchlässigkeit einer mineralischen Dichtungsschicht, die bei Untersuchungen auf der Hausmülldeponie Gallenbach festgestellt wurde.
Huber stellt in der Zusammenfassung seines Beitrages u.a. fest:
Die Auswertung der Wasserhaushaltsdaten am Beispiel der HMD Gallenbach aus den zurückliegenden 5 Jahren zeigt, daß die Wirkung der mineralischen Oberflächenabdichtung im Verbund mit der Rekultivierungs- bzw. Vegetationsschicht stark von der Jahreszeit abhängt. Der Sickerwasseranteil am Niederschlag beträgt während der Vegetationsperiode nur noch bis zu 6%. Im Winter liegt der Anteil bei bis zu 19 %. Diese Zahlen sind aufgrund von Literaturangaben im üblichen Bereich für Deponien mit einer mineralischen Oberflächenabdichtung.
Zur Eignung tonmineralischer Abdichtungsschichten in Deponieoberflächenabdichtungssystemen siehe auch Meine Meinung
(20-Mai-2001)
Aus Anlaß dieser Mitteilung haben Dipl.-Ing. Jürgen Schmid und Prof. Dr.-Ing. Hartmut Schulz mir und Ihnen ihre Meinung mitgeteilt. Diese ist hier nachzulesen. Aber Sie sollten vielleicht am Anfang zu lesen anfangen
Ich verstehe die Meinung von Schmid und Schulz so: Man kann tonmineralische auch so herstellen, daß sie, entsprechend den der Planung zugrunde liegenden Parametern, wirksam sind. Aber das ist schwierig und erfordert Sachkenntnis. Man kann aber auch vieles falsch machen. Aus meiner Sicht ist das letztere das eigentliche Problem. Wie kann gewährleistet werden, daß bei den meisten Anwendungen alles richtig gemacht wird. Aber lesen Sie die Meinung von Schmid und Schulz selbst.
(26-Jun-2001)
Informationen zu selbstheilenden mineralischen Dichtungen fand man in der Homepage der Universität der Bundeswehr München unter
http://www.bauv.unibw-muenchen.de/institute/inst5/
> Forschung > wissenschaftliche Arbeiten
Zum Thema Verformungsverhalten und Rißsicherheit fand man Informationen unter
http://www.bauv.unibw-muenchen.de/institute/inst5/
> Forschung > wissenschaftliche Arbeiten
Institut für Bodenmechanik und Grundbau der Universität der Bundeswehr in München http://www.bauv.unibw-muenchen.de/
(Mitte Juni 2001)
"Experimentelle und theoretische Untersuchungen zur Wechselwirkung zwischen der Karbonatlösung und dem Durchlässigkeits- und Setzungsverhalten in mineralischen Deponieabdichtungen bei Sickerwassereinwirkung unter Auflast".
Forschungsnehmer: Dr. Taubald, Tübingen und Prof. Savidis, TU Berlin
Entwickelt an der TU Clausthal, Institut für Markscheidewesen,
Prof. Dr.-Ing. Busch
Erläuterungen zum Programm zur online Schichtdickenvermessung finden Sie auf der Instituts Homepage http://www.imac.tu-clausthal.de/ unter Arbeitsgebiete und anschließend Ingenieurvermessung. Das Programm ist bei der Fa. STRABAG im Einsatz.
Am Lehrstuhl Abfallwirtschaft der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus wurde erfolgreich ein Baumaterial für Deponien unter Verwendung von schwer absetzbarem Ziegelbruch entwickelt, das als mineralischer Dichtungsstoff für temporäre und Endabdeckungen geeignet ist. Die Kennwerte, insbesondere die Durchlässigkeit und die Trockenrissbeständigkeit, weisen das gefundene Materialgemisch auch als Alternative zur Regelabdeckung aus.
Es wurde kornabgestufter Ziegelbruch mit nur 5 % quellfähigem Tonmineral gemischt und damit ein kf-Wert von <5*10-9 m/s fast spielend erreicht (auch im Technikumsmaßstab).
Weitere Vorteile: Keine Schrumpfrisse durch Austrocknung (!!!), bleibt dauerelastisch, hohes Wasser-Speichervermögen durch den Ziegelbruch, sehr gute Einbaueigenschaften. Mit einem normalen Prallbrecher als Zerkleinerungsaggregat ist keine fraktionierte Siebung und neues Einstellen des Kornbandes erforderlich, der Output kann direkt verwendet werden. Nachteile: Den Ziegelbruch sollte man vor Ort verfügbar haben (oft gegeben, meist auf Halde, da kaum verwendbar) und der Einbau-Wasssergehalt sollte gut eingehalten werden.
Es ist kein Testfeld untersucht , aber immerhin eine Fläche über 3 m² bei Original-Schichthöhen in einem Lysimeter aufgebaut und das Material getest worden. Da Ziegelbruch dem Ton außerordentlich ähnlich ist und das Verwitterungsendprodukt demnach vermutlich wieder Ton ist, dürfte das Material auch langzeitstabil sein.
Lesen Sie die ausführliche pdf-Datei 59KB 14 Seiten
Rückfragen an Dr.-Ing. Guntram Pötzsch und Prof. Dr. Günter Busch
Brandenburgische Technische Universität Cottbus
(22-Okt-2001)