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Fachliteratur

Rückbau, Umlagerung von Deponien und Altlasten, Landfill Mining, Deponie Mining 2010

2010

Reinhard Göschl

Weltweit größtes Projekt zum Rückbau einer Deponie im April 2010 erfolgreich beendet

INNOVA Kundeninformation The IuT Group, August 2010. www.theiutgroup.com

Auf der ehemaligen Deponie in Sharja entstehen neue Wohn- und Geschäftsviertel durchzogen von Straßen und Autobahnen. Die Fläche des gesamten sanierten Geländes beträgt 220 ha. Rund 52% des abgegrabenen Volumens wurde als Rückfüllmaterial wieder verdichtet eingebaut. Eine Deponiegasbildung kann ausgeschlossen werden.

Karlheinz Scheffold, Hartmut Schrap

Erfahrungen bei Umlagerung und Rückbau von Deponien

In: Tagungsband 4. Praxistagung Deponie 2010 Betrieb - Nachnutzung - Rückbau. Hrsg. Matthias Kühle-Weidemeier, wasteconsult international. Culliver Verlag. 978-3-86955-555-3 Vollständiges Inhaltsverzeichnis des Tagungsbandes

Auszug aus 4. Rückbaumodell Kosten und Nutzen: Der vollständige Rückbau einer Deponie ist i.d.R. betriebswirtschaftlich nicht sinnvoll.

Auszug aus 5. Schlussfolgerung und Zusammenfassung: Die Beispiele zeigen, dass es ökonomisch und ökologisch sinnvoll sein kann, alte Ablagerungen umzulagern. Eine vollständige Aufbereitung der umzulagernden Abfallmengen ist nur bei rel. hohen Wertstoffgehalten wirtschaftlich. Schon die Entsorgung der heizwertreichen Bestandteile ist heute noch mit einer erheblichen Kostenbelastung verbunden.

Faulstich, M., Franke, M., Löh, I.

Urban Mining Wertstoffgewinnung aus Abfalldeponien

Tagungsunterlagen Bayerische Abfall- und Deponietage 2010, augsburg, März 2010
Beitrag on-line verfügbar unter http://www.kumas.de > Events > Bayerische Abfall- und Deponietage > (auf der Seite unten) Vorträge aus den vergangenen Veranstaltungsjahren > 2010 > Vortrag 12 als pdf

 

Gerhard Rettenberger

Die Deponie als Ressourcenquelle

UmweltMagazin Januar - Februar 2010 Seite 40-42

Nach Rettenberger liegen die Kosten für Stilllegung und Nachsorge von Deponien pro m³ Deponievolumen in der Regel zwischen 5 bis 25 EUR/m³. Damit sei der Deponierückbau derzeit meistens teurer. Das würde sich mit zunehmender Verknappung und damit Verteuerung der Rohstoffe ändern.
Kosten für einen Deponierückbau ließen sich u. U. reduzieren, falls Erlöse aus dem Verkauf von Emissionsgutschriften gewonnen werden könnten (Anm.: Verweis auf Rettenberger: Mögliche Ansätze für Treibhausgas-Zertifikat-Projekte in Deutschland, in: Trierer Berichte zur Abfallwirtschaft Band 18, Verlag Abfall aktuell, Stuttgart, S. 213-220, 2009). Voraussetzung seien: 1) in der Deponie ist noch viel mikrobiell abbaubare Restorganik vorhanden, 2) die Deponie hat keine oder keine ausreichenden technischen Einrichtungen zu Entgasung und/oder Methangasoxidation [Anm.: gibt es so etwas in Deutschland überhaupt noch?], 3) das Rückbauprojekt wird als Treibhausgas-Zertifikat-Projekt durchgeführt. Eine Methodologie für entsprechende Emissionsminderungsprojekte sei bereits entwickelt und befände sich im Anerkennungsverfahren.

 

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14-Jan-2012