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04-Jan-2009

Deponie, Deponietechnik

Forschungsvorhaben (Übersicht)

Deponieabdichtungen und Wasserhaushalt

Hinweise auf Forschungsvorhaben findet man unter Deponieforschung aber auch auf den Seiten, auf denen spezielle Fachgebiete behandelt werden, wie z. B. hier zum Thema "Deponieabdichtungen

Suchen Sie nach Forschungsvorhaben auch beim Umweltbundesamt
in UFORDAT unterhttp://www.umweltbundesamt.de

Deponieforschung in den Bundesländern | Baden-WürttembergBayern

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Wasserhaushalt und Niederschlagsinfiltration im Abdecksystem der Zentraldeponie Castrop-Rauxel
http://www.geographie.rub.de/ag/Lehrstuhl_Zepp/Webseiten/projekt2.htm
Beschreibung  
Kontakt:
Dipl.-Geogr. Sebastian Kiewitt Geographisches Institut, Ruhr-Universität Bochum D-44780 Bochum Tel.: +49 (0)234 32 - 22503 E-Mail:
gefördert durch:
Landesumweltamt Nordrhein-Westfalen, Abfallentsorgungsgesellschaft Ruhrgebiet mbH

Auf der Zentraldeponie Castrop-Rauxel werden seit dem hydrologischen Winterhalbjahr 1999 Untersuchungen durchgeführt, die die hydrologische Leistungsfähigkeit eines alternativen Deponieoberflächenabschlusssystems wissenschaftlich prüfen sollen. Die Stationen 2a und 2b sind Ende August 1999 fertig gestellt und in Betrieb genommen worden. Die Versuchsfelder 2ax und 2bx auf der Station 2x sind im Oktober 2001 fertig gestellt und im November 2001 in Betrieb genommen worden.

Der vierte Förderzeitraum (Januar 2004 – Dezember 2004) soll die Möglichkeit geben, die vorhandenen Messreihen zu verlängern und somit die Datenbasis zu vergrößern. Vor allem soll das Langzeitverhalten der kontrolliert verdichteten Schicht in den beiden realisierten Abdeckungsvarianten beobachtet werden. Dadurch soll geklärt werden, ob die kontrolliert verdichtete Schicht austrocknungsgefährdet ist. Die Messung der lateralen Abflüsse oberhalb der kontrolliert verdichteten Schicht der Stationen 2a und 2b auf den neuen Versuchsfeldern 2ax und 2bx wird fortgesetzt, um auch diese Datenreihe zu verlängern.

Alternative Oberflächenabdeckungen bei der Sanierung der WISMUT-Altlasten: Das „Speicher- und Verdunstungskonzept“ – Messung und Simulation des Wasser- und Gashaushaltes
http://www.geographie.rub.de/ag/Lehrstuhl_Zepp/Webseiten/projekt2.htm
Beschreibung (Auszug) Im Internet auch viele Fotos
Dipl.-Geogr. Uwe Hoepfner, WISMUT GmbH, Abt. T 1.2 Engineering, NL Ronneburg, 07580 Ronneburg, Tel.: +49 (0)36602 63469, E-Mail: u.hoepfner@wismut.de Kooperationspartner WISMUT GmbH Chemnitz

Der Uranerzbergbau der WISMUT hat große Umweltprobleme hinterlassen. Ein wichtiger Bestandteil der Sanierungsarbeiten ist die Überdeckung der Bergemassen und Tailings mit mineralischen Oberflächenabdeckungen, welche sowohl die

Gasdiffusion (Verringerung des Sauerstoff-Eintrags und damit der Pyritoxidation und Bildung saurer Sickerwässer), als auch die

tiefe Sickerung in den abzudeckenden Körper und damit den potentiellen Austrag von mit Salzen, Schwermetallen und Radionukliden belasteten Sickerwässern

verringern sollen.

Das sog. Speicher- und Verdunstungskonzept (ET-Cap, Store-and-Release-Cover) versucht, in einem Natural-Analog-Ansatz die hohe Verdunstungsleistung von Waldstandorten für die wasserhaushaltliche Wirkung der Oberflächenabdeckung zu nutzen, verbunden mit einem hohen Speichervermögen der Rekultivierungsschicht zur Aufnahme der Winterniederschläge.

Aufgrund der großen abzudeckenden Flächen (einige 100 ha), der geforderten langfristigen Wirksamkeit der Abdeckungen (200–1000 Jahre), sowie der relativ günstigen klimatischen Verhältnisse (langjähriger Niederschlag 739 mm, langjährige potentielle Verdunstung 658 mm, Verhältnis der Sommer- und Winterniederschläge von 4 : 3) wird dieser Ansatz bei der Sanierung der WISMUT-Altlasten verfolgt.

....

Zur Untersuchung des Wasser- und Gashaushaltes von Oberflächenabdeckungen werden auf Flächen der WISMUT eine Reihe von Versuchsanlagen betrieben:

Bau von Versuchsabdeckungen (Deponiedichtung, Speicher- und Verdunstungskonzept, Kapillarsperre)

Feldmessungen der Hydrologie und des Gashaushaltes in den Abdecksubstraten und in Halden und Tailings

Waldhydrologische Messungen (Interzeption, Stammabfluß)

Neben den Feldmessungen werden im Projekt Modellierungsmethoden eingesetzt:

kombinierte Verdunstungsberechnung (GASH-Interzeptionsmodell, Penman-Monteith-Ansatz Transpiration),

Wasserhaushaltsmodelle HELP und HYDRUS_2D,

Diffusionsmodell Sauerstoffeintrag.

Die Anwendung von Standardabdeckungen sowie alternativen Ansätzen zur Oberflächenabdeckung wird unter folgenden Gesichtspunkten geprüft:

Bewertung von Abdeckungen aus der Praxis der Bergbausanierung sowie Standardabdeckungen aus dem Deponiebau hinsichtlich der  wasser- und gashaushaltlichen Wirksamkeit und Eignung zur Abdeckung von Altlasten des Uranbergbaus in Thüringen und Sachsen;

Bewertung des Speicher- und Verdunstungsansatzes als alternatives Abdeckkonzept,  Eignung dieses Ansatzes bei der Endabdeckung von säuregenerierenden Bergemassen und Tailings;

Bewertung der Abdeckkonzepte hinsichtlich ihres Langzeitverhaltens.

Dabei sind für die Bewertung des Speicher- und Verdunstungskonzeptes insbesondere folgende Einzelfragen zu beantworten:

Mit welchen Versickerungsraten ist bei verschiedenen Nutzungsszenarien in den untersuchten Abdecksystemen zu rechnen und wie sind Standardsysteme aus dem Deponiebau vergleichend zu beurteilen?

Welches hydraulische Langzeitverhalten ist bei den untersuchten Abdecksystemen bei Szenarien der Klima- und Bodenentwicklung zu erwarten?

Welche Auswirkungen auf die Sauerstoffdiffusion und damit die Bildung von sauren Sickerwässern können abgeschätzt werden?

 

Die vom bmb+f Projektträgerschaft Abfallwirtschaft und Altlasten geförderten Vorhaben sind mit PT AWAS gekennzeichnet

Deponieabdichtung allgemein

PTAWAS

Kalbe, Ute; Berger, Wolfgang; Müller, Werner (alle BAM)
Mineralogische und chemisch-physikalische Auswirkungen der Permeation von Kohlenwasserstoffen in Kombinationsdichtungen und -dichtwänden [für Deponien und zur Altlastensicherung]
BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung. Forschungsbericht 251; Berlin November 2002. ISNN 0938-5533, ISBN 3-89701-831-8
Das Vorhaben wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (bmb+f) unter dem Kennzeichen 1461027 gefördert. Projektträger Abfallwirtschaft und Altlastensaniering, im Umweltbundesamt
Für € 21,00 zu beziehen bei
Wirtschaftsverlag NW, Verlag für neue Wissenschaften GmbH Bremerhaven
Postfach 101110, 27568 Bremerhaven, Tel.: (0471) 94 544 61;
Fax: (0471) 94 544 88, e-mail: vertrieb@nw-verlag.de
(19-Nov-2002)

Wulff, K. et.al
LAUBAG Lausitzer Braunkohle Aktiengesellschaft BuS Welzow
Weiterentwicklung der Schlitzwandfrästechnik für die Herstellung von Schlitzwänden zur Sicherung von Altlasten
Abschlußbericht des Forschungsvorhabens und Entwicklungsvorhabens des BMBF Fkz 147 1006, Projektträger "Abfallwirtschaft und Altlastensanierung" PT AWAS beim Umweltbundesamt
Kopien des Forschungsberichtes zur Zeit erhältlich bei der PT AWAS
(07-Okt-2000)

August, H., Holzlöhner, U., Meggyes, T.
Verbundvorhaben Weiterentwicklung von Deponieabdichtungssystemen
Schlußbericht, FKZ 1440569 A und 1440569 I
Berlin, August 1997 Grün weiße Reihe des bmb+f
zu beziehen über Umweltbundesamt (solange der Vorrat reicht)
entspricht im wesentlichen dem Buch "Optimierung von Deponieabdichtungssystemen" (siehe Fachliteratur Deponieabdichtung)

Montenegro, H.; Kämpf, M. neu
Numerische Untersuchungen zum Aufbau von Oberflächenabdichtungen
Abschlußbericht zu einen BMBF Forschungsvorhaben, 1999
Projektbegleitung:Projektträgerschaft Abfallwirtschaft und Altlasten PTAWAS beim Umweltbundesamt
Der Abschlußbericht ist online verfügbar unter
http://wabau.kww.bauing.tu-darmstadt.de > Forschung

Bayern, StMLU

Vom Bayerischen Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltschutz (BY StMLU) geförderten Forschungsvorhaben sind in einer sehr informativen Broschüre "Deponieforschung in Bayern - eine Handreichung für die praktische Anwendung. Ergebnisse von Forschungsvorhaben zum Themenbereich "Deponie " zusammengestellt. April 1999
Detailliertere Hinweise finden Sie unter Deponieforschung in Bayern

Die folgende Tabelle ist der og. Handreichung entnommen worden, bevor die Broschüre vom Bayerischen Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen im Internet veröffentlicht worden ist.

Asphaltabdichtungen

 

 

Untersuchung der Asphaltabdichtung des Hausmüllzwischenlagers St. Martin

01.01.99 - 31.07.99

Prof. Dr.-Ing. Schießl, München

Oberflächenabdichtungen

 

 

Deponieabdichtungen - Zusammenfassung und Beurteilung der Forschungsergebnisse für Abdichtungssysteme (E 48)
Abschlußbericht erschienen als Veröffentlichung des LGA-Grundbauinstituts, Nürnberg, Heft 80 im Eigenverlag der LGA

01.10.99- 30.06.00

Dr.-Ing. E. Gartung
LGA Nürnberg

Filter- und Dränwirksamkeit von Abdecksystemen von Deponien mit oder ohne Geotextilien (F 58)

01.10.97 - 30.09.99

Prof. Dr.-Ing. Floss, München

Optimierung der Zusammensetzung gemischtkörniger Abdichtungsmaterialien (F157)
{zur Anwendung in Oberflächenabdichtungen für Altdeponien}

01.09.98 - 31.08.00

Prof. Dr.-Ing. Floss, München

Langzeitverhalten von carbonathaltigen Gasdränschichten bei der Durchströmung mit aggressiven Deponiegasen
- Grundlagenuntersuchungen (F163)
- Labor- und Felduntersuchungen (F164)

01.06.98-31.05.00
01.04.98-31.03.00

Prof. Dr. Herrmann, Bayreuth

Prof. Dr. Wohnlich
(Uni München) jetzt Uni Bochum)

Hydrophobierte Tone/Mergel zur Oberflächenabdichtung (F 165)

01.01.99-31.12.00

Prof. Dr. Märkl,
Regensburg

Wirtschaftlichkeitsvergleich von Oberflächenabdichtungssystemen

http://www.bauv.unibw-muenchen.de/institute/inst5/
> Forschung (Adresse nicht aktiv 22.06.2007)

01.05.98-30.04.00

Prof. Dr.-Ing. R. Schulz,
München

Dipl.-Ing.
Jürgen Schmid

Langzeituntersuchungen an einer mineralischen Oberflächenabdichtung (Deponie "Im Dienstfeld"/Aurach) (P E35)

01.09.96-31.12.00

Dr.-Ing. E. Gartung/
Dr. U. Henken-Mellies

LGA Nürnberg

Langzeituntersuchung an einem alternativen Oberflächenabdichtungssystem mit Geokunststoffen (P E50)
{an einem Versuchsfeld auf der Deponie "Im Dienstfeld"/Aurach}

01.06.98-31.05.03

Dr.-Ing. E. Gartung, Dr. U. Henken-Mellies,
LGA Nürnberg

Untersuchungen zur Langzeitwirksamkeit von Geosynthetischen Tondichtungen (GTD) in Deponieoberflächenabdichtungen (P E51)
{Laborversuche und Computersimulation zur Austrocknung}

01.06.98-31.05.00

Dr.-Ing. E. Gartung, Dipl.-Ing. H. Sporer,
LGA Nürnberg

Nachweis der Wirksamkeit einer Kapillarsperre als Deponieoberflächenabdichtung (P E54)
{Nach theoretischen Vorarbeiten konkrete Erprobung auf der Deponie Heinersgrund, Stadt Bayreuth}

01.09.98-31.08.00

Prof. Dr. Wohnlich,
Uni München

Bemessung von Rohren bei Berstlining in Deponien.

(20-Mai-2001)

- Sept. 2000

LGA Nürnberg

Ingenieurbüro Wölfel

Wasserhaushaltsmodell HELP

Der Wasserhaushalt der Rekultivierungsschicht wird alleine schon ausreichen, um die Infiltration von Niederschlagswasser in den Deponiekörper zu minimieren oder gar zu verhindern. so lautet eine Behauptung bzw. Erwartung.
Das ist leicht gesagt und schwer nachgewiesen. Um ein praxisnahes Instrument zur Verfügung zu stellen, die Forderung in der TASi "für Deponieoberflächenabdichtungssysteme Wasserhaushaltsbetrachtungen anzustellen", wurde vom BMBF/PT AWAS das Forschungsvorhaben Validierung und Anpassung des Simulationsmodells HELP zur Wasserhaushaltsberechnung von Deponien für deutsche Verhältnissegefördert. Der Abschlußbericht liegt vor.

Mit dem Programm HELP(D) wird es bald zur Realität werden, Wasserhaushaltsberechnungen für Deponieoberflächensysteme durchzuführen und die Rekultivierungsschicht einschließlich der Vegetation zu optimieren. Die zuständige Behörden brauchen nicht mehr zu zögern, sich mit der Planung der Deponie und vor allem aber auch im Zusammenhang mit der Schlußabnahme prüffähige Wasserhaushaltsberechnungen vorlegen zu lassen. Fachleute, die in der Unterarbeitsgruppe 7 Wasserhaushalt von Deponien des Arbeitskreises 6.1 Deponiender DGGT das o.g. FE-Vorhaben begleitet haben, und natürlich der verantwortliche Sachbearbeiter des FE-Vorhabens, Herr Klaus Berger werden die ersten sein, die sachkundigen Rat zur Anwendung von HELP(D) geben können.

HELP-D jetzt verfügbar

HELP-D ist jetzt auf Disketten mit Handbuch verfügbar.
Unter der Adresse http://www.geowiss.uni-hamburg.de/i-boden/fsimhelp.htm finden Sie Informationen zum Programm und Sie können auch gleich Online Ihre Bestellung aufgeben.

Herr Klaus Berger bietet zur Benutzung von HELP-D auch Beratungshilfe an. Nutzen Sie die Chance. die Umwelt, und später auch Ihre Auftraggeber, Vorgesetzten und Aufsichtsbehörden werden es Ihnen danken.

Mit dem Programm HELP(D) wird es bald zur Realität werden, Wasserhaushaltsberechnungen für Deponieoberflächensysteme durchzuführen und die Rekultivierungsschicht einschließlich der Vegetation zu optimieren. Die zuständige Behörden brauchen nicht mehr zu zögern, sich mit der Planung der Deponie und vor allem aber auch im Zusammenhang mit der Schlußabnahme prüffähige Wasserhaushaltsberechnungen vorlegen zu lassen.

Fachleute, die in der Unterarbeitsgruppe 7 Wasserhaushalt von Deponien des Arbeitskreises 6.1 Deponiender DGGT das o.g. FE-Vorhaben begleitet haben, und natürlich der verantwortliche Sachbearbeiter des FE-Vorhabens, Herr Klaus Berger werden die ersten sein, die sachkundigen Rat zur Anwendung von HELP(D) geben können.

Kapillarsperren

Wasserhaushaltsbetrachtungen in einem alternativen Oberflächenabdichtungssystem mit verstärkter mineralischer Dichtung und untenliegender Kapillarsperre
Dr. W. Breh - Stadt Karlsruhe - 1993-2003 mehr ...

Kunststoffdichtungsbahnen

Langzeitscherfestigkeit strukturierter Dichtungsbahnen
Stefan Seeger und Werner Müller
Forschungsbericht 256 der BAM, Berlin November 2001
Wirtschaftsverlag NW Verlag für neue Wissenschaft GmbH
Telefon (0471) 946 44-0, Telefax (0471) 946 44-77/88

(01-Jun-2002)

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